Akademie für Musikpädagogik
An der weiten Verbreitung von Bläser- und Streicherklassen in Deutschland hat die Akademie für Musikpädagogik durch ihre Pionierrolle seit den 1990er Jahren entscheidenden Anteil: hunderttausende Schülerinnen und Schüler lernten seither im Klassenverband ein Blas- oder Streichinstrument spielen, Tausende von Musiklehrkräften wurden fortgebildet.
Ziel: aktives Musizieren
Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte zum gemeinsamen Musiklernen und Musizieren im Klassenverband oder in der Kleingruppe.
Am aktiven Musizieren ausgerichtete Elementarbildung für alle Kinder und Jugendlichen
Leitgedanke:
Zusammen-
arbeit
Zusammenarbeit von Personen und Verbänden der Musikpädagogik und Musikwirtschaft zur Förderung der Musikerziehung in allgemeinbildenden Schulen und Musikschulen
Unterstützung der Hochschul- und Universitätsausbildung von Musiklehrkräften
Aufgabe:
Konzept-
Entwicklung
Forschung in den Bereichen musikalische Begabung, Didaktik und Methodik des Musiklernens, Motivation zum Üben, Einfluss des sozialen Umfeldes
Entwicklung methodisch-didaktischer Modelle für Schule und Musikschule; Umsetzung der Modelle in Projekten der Lehrerfort- und -weiterbildung in eigener Trägerschaft und in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Die Akademie für Musikpädagogik ist ein 1987 gegründeter, gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Lehrerinnen und Lehrer für das Klassenmusizieren zu qualifizieren. Dazu bietet er Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Hinter dem Begriff Klassenmusizieren steht die Idee, das Erlernen eines Musikinstrumentes im Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen zu ermöglichen. Weil auf diese Weise Schülerinnen und Schüler aller sozialen Schichten erreicht werden, kommen sie auch mit dem Thema Musik und vor allem Musizieren in Berührung. Die Chance ist groß, Freude am Spielen eines Instrumentes zu vermitteln, was idealerweise über die Schulzeit hinausreicht.
„In der Streicherklasse gelingt auf erlebnisorientierte, sinnvolle Weise, was im Einzelunterricht an technischen und musikalischen Basics oft mühsam zu lernen ist.“
(Angela Movida Büche, Cellistin und Lehrgangsleiterin
Streicherklassenmusizieren, Salzburg, Österreich)
Warum wurde das Projekt Klassenmusizieren ins Leben gerufen?
Es entstand zu einer Zeit, zu der nur acht Prozent der Bevölkerung ein Musikinstrument spielten. Mit diesem alarmierenden Befund konnte niemand zufrieden sein. Musik ist ein kostbares Kulturgut, und Deutschland gilt neben anderen europäischen Ländern als Wiege der klassischen Musik. Damit haben wir eine besondere Verantwortung, diese Tradition zu bewahren und zu pflegen.
Wie neuere Studien – im Nachgang der Corona-Epidemie – gezeigt haben, spielen gegenwärtig rund 13 bis 14 Prozent ein Musikinstrument. Um diese Entwicklung zu fördern, werden attraktive Angebote gebraucht, die auf neuen Wegen in der Weiterbildung und in der Ausbildung an den Hochschulen aufbauen. So wendet sich die Akademie für Musikpädagogik e.V. unter anderem mit berufsbegleitenden Fortbildungen an Musiklehrkräfte und ermöglicht ihnen durch das Klassenmusizieren einen lebendigen und praxisbezogenen Musikunterricht.
Das Erlernen eines Musikinstruments macht Freude, und das Musizieren wirkt sich positiv für die Gesellschaft aus.
Musizieren fördert die ganzheitliche Entwicklung von Schülern und Schülerinnen, die Entwicklung von Sozialkompetenz und das gesellschaftliche Miteinander. Deshalb sollten möglichst viele Kinder und Jugendliche, unabhängig vom Einkommen der Eltern, die Chance bekommen, ein Instrument zu lernen.
Mit dem Projekt Klassenmusizieren trägt die Akademie für Musikpädagogik e.V. ein Stück dazu bei.
Das Projekt Klassenmusizieren
Dafür werden innovative Konzepte zum gemeinsamen Musiklernen und Musizieren im Klassenverband oder in der Kleingruppe entwickelt und umgesetzt. Die Förderung der Musikerziehung an allgemeinbildenden Schulen erfolgt in Zusammenarbeit mit Personen und Verbänden der Musikpädagogik sowie der Musikwirtschaft. Um hierfür eine Grundlage zu schaffen, engagiert sich die Akademie für Musikpädagogik auch auf der Ebene der universitären Ausbildung künftiger Musiklehrkräfte.
„Das Klassenmusizieren hat das Ensemblespiel auf Blasinstrumenten in die Schule geholt und damit die bereits vorhandene Nachwuchsgewinnung z. B. für unser Stadtorchester auf eine breitere Basis gestellt. Aus unserem kulturellen Netzwerk von Gymnasium, Musikschule, Stadtorchester und den Musikinstrumentenherstellern der Region ist es nicht mehr wegzudenken.“
(Enrico Weller, Lehrer am Gymnasium Markneukirchen)
Wie funktioniert Klassenmusizieren in der Schule?
Klassenmusizieren nahm in Deutschland seinen Anfang mit dem Erlernen von Streichinstrumenten. Als Vorbild dienten die USA, wo Musik durch Erlernen eines Musikinstrumentes im Rahmen von Schulmusikprogrammen seit Jahrzehnten sehr erfolgreich vermittelt wurde und wird.
Die Akademie für Musikpädagogik e.V. bietet Fort- und Weiterbildungen für Musiklehrkräfte zum Klassenmusizieren mit Blas-, Streich- und Schlaginstrumenten an. Daneben unterstützt sie die Ausbildung von Musiklehrern an Universitäten. An einigen Hochschulen wurde Klassenmusizieren erfreulicherweise bereits in die Lehrerausbildung integriert und ist Teil der neuen Prüfungsordnung für Bachelor- bzw. Masterabschlüsse.
Die Akademie für Musikpädagogik e.V. ist zur Finanzierung auf ein breites Feld von Unterstützern angewiesen. Dies sind die Mitglieder des Bundesverbandes der Musikinstrumentenhersteller sowie lokale und bundesweite Unternehmen. Für branchenfremde Unternehmen besteht die Möglichkeit, die Arbeit der Akademie und das Projekt Klassenmusizieren als Sponsor zu fördern und entsprechend in Erscheinung zu treten.
Sie sind interessiert und möchten weitere Informationen? Dann wenden Sie sich an die Geschäftsstelle der Akademie für Musikpädagogik. Dort hilft man Ihnen gerne weiter.